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4. Februar – 9. April 2012

Karl Schmidt-Rottluff Stipendium

Mit der Ausstellung der Preisträger des Karl Schmidt-Rottluff Stipendiums führt die Kunsthalle Düsseldorf eine langjährige Tradition des Hauses fort. Das zweijährige Postgraduierten-Stipendium wird für herausragende künstlerische Leistungen
in allen Disziplinen der bildenden Kunst vergeben. Die Ausstellung präsentiert aktuelle Arbeiten der Stipendiaten von 2008/09 und 2010/11.

Die filigranen Zeichnungen Katja Eckerts (*1976) sind geprägt von reduzierten, aber prägnanten Formen sowie fabelhaften, teils uneindeutigen Motiven. Sie erzeugen eine latente Spannung, bewegen sich in
einem Raum zwischen Erzählerischem und Abstraktion.

Roland Gätzschmanns (*1979) zweifarbige, serielle Arbeiten entstehen nach einem streng vorgegebenen Regelwerk und beeindrucken durch die besondere Materialität und präzise Zusammensetzung: Je 216 quadratische Wachsplatten schaffen in ihrer Anordnung einen Rhythmus, der an bildhaft gewordene Zahlenfolgen erinnert, während seine Skulpturen die Unlösbarkeit der vorgegebenen Konstruktion spannungsvoll umsetzen.  

Im Zentrum von Freya Hattenbergers (*1978) Videoarbeiten und fotografischen Selbstinszenierung steht die Beziehung von (weiblichem) Körper, Raum und Handlung zueinander: Erzeugt wird ein ironisch-nachdenklicher Reflexionsraum, in dem die Künstlerin meist performativ mit ihrem eigenen Körper Situationen inszeniert und diese dabei kritisch zur Diskussion stellt.

Den Arbeiten von Sven Johne (*1976) geht eine intensive Recherche- und Archivarbeit voraus. Die Motive der Fotoserien wirken zunächst oft leicht und poetisch, verbergen auf den zweiten Blick jedoch gesellschafts- und sozialkritische Fragestellungen.

Alicja Kwades (*1979) skulpturale Inszenierungen präsentieren Gewöhnliches auf neue Art: Wenn gebogene Formen aus Holz, Stahl, Glas, Lichtröhren und Bronze um einen fiktiven Mittelpunkt kreisen, scheinen die physikalischen
Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt.

Die Arbeiten von Cathleen Schuster (*1977) hinterfragen globale Marktstrukturen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Basierend auf öffentlichem und privatem Archivmaterial sowie eigenen Aufnahmen zeigt die Arbeit „Following the Line of Arguments“ auf filmischer, installativer und räumlicher Ebene
eine ganz eigene Form des Geschichte-Schreibens, am Beispiel der Verlagerung des Bochumer Nokia Werks im Jahr 2008.

Die großformatigen Gemälde von Sibylle Springer (*1975) verweisen auf Zwischenräume und Parallelwelten, in denen sie flüchtige Momente in komplexen Überlagerungen auf der Leinwand festhält. Ihre Acryl- und Aquarelllandschaften besitzen eine
assoziative Kraft, die Raum und Gegenstand nur anzudeuten scheinen und gleichzeitig intensiver Ausdruck einer traumhaften Realität sind.

Die Video- und Fotoarbeiten von Eva Teppe (*1973) zeugen von einem besonderen Blick auf die Welt – alltägliche Gegenstände und Situationen werden zu traumartigen Momenten umgedeutet und verzerrt; die Kamera fängt skurrile und verstörende Momente der Realität ein, wie die vermeintlich leblosen Körper Schlafender im Berufsverkehr Tokios.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Karl Schmidt-Rottluff Förderungsstiftung, die seit Beginn Ihrer Arbeit mit der Studienstiftung des deutschen Volkes kooperiert sowie seit 2007 mit der Marianne Ingenwerth Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die das Projekt großzügig unterstützen.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Karl Schmidt-Rottluff Förderungsstiftung, die das Projekt großzügig unterstützt.

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