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Kunsthalle BÜHNE präsentiert
 

Performances von Guy de Cointet und Channa Horwitz

15. Mai 2013

19 Uhr: Performances von Channa Horwitz Variations on Sonakinatography
Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf

Im Rahmen der Eröffnung ist der Eintritt in die Kunsthalle frei

20.30 Uhr: Performance von Guy de Cointet Five Sisters
FFT Juta, Kasernenstraße 6, 40213 Düsseldorf

Karten unter www.fft-duesseldorf.de

Aufführung anlässlich der Ausstellung
Anton Voyls Fortgang
Henri Chopin, Guy de Cointet, Channa Horwitz

Eröffnung: 16.5.2013, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 16.5. – 30.6.2013

Von den späten 1960er-Jahren bis zu seinem verfrühten Tod 1983 war der in Frankreich geborene Künstler Guy de Cointet ein einflussreiches Mitglied der Kunstszene von Los
Angeles. De Cointets Performances sind surreale Szenarien, in denen gewöhnliche, alltägliche Ereignisse – auf oftmals hellsichtige Weise – mit spezifischen Gegenständen, Farben und Buchstaben verknüpft werden. Five Sisters (1982) ist die letzte Performance, die noch zu Guy de Cointets Lebzeiten aufgeführt wurde und die Cointet in Zusammenarbeit mit Eric Orr entwickelte. Das Stück und markiert durch die Konzentration auf das Licht als dem wichtigsten Auslöser von Gefühlen eine Abkehr von seinen früheren Arbeiten. Er erforschte in Five Sisters das emotionale Wohlgefühl von fünf Frauen, die in ihrem Elternhaus in wechselnden, rastlosen Begegnungen aufeinandertreffen und dabei über Fragen von Garderobe, Sonnenbräune, Gesundheit, exotischen Urlauben, Arbeit und Malerei diskutieren. Five Sisters ist Cointets wohl reifstes Stück, in dem sich sein früheres Interesse an Gegenständen in die Richtung von Tanz und pantomimischer Darstellung verlagerte.

Die kalifornische Künstlerin Channa Horwitz (1932-2013) arbeitete seit Anfang der 1960er-Jahre an einem zeichnerischen System, das Bewegung und Zeitlichkeit visualisiert. Die meisten ihrer schwarz-weißen oder farbigen Zeichnungen beruhen auf der Zahlenfolge eins bis acht, die sie in immer neuen Variationen systematisch durchdekliniert und zu höchst komplexen Strukturen entwickelt. Ihre Arbeiten gleichen grafischen Notationen, die

entschlüsselt werden wollen. Die erst kürzlich verstorbene Channa Horwitz nurtzte seit den späten 1960er Jahren ihre Zeichnungen, die sie unter den Titel Sonakinatography (Klang-Bewegung-Aufzeichnung) gefasst hat, auch als choreographisches Ausgangsmaterial für Performances. In ihnen strukturiert und zerlegte sie Zeit in Einheiten aus Klang, Geste oder Wort, bis sich das Zeitmaß des Betrachters selbst verändert. Ihre Stücke, die Verwandtschaften etwa zu John Cage aufweisen,  thematisieren und verschieben die Genregrenzen zwischen Tanz, Performance und bildender Kunst.

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Guy de Cointet, Five Sisters, 1982

Barnsdall Park Theater, Los Angeles

© Courtesy The Estate of Guy de Cointet / Air de Paris, Paris / The Estate of Eric Orr


Beide Künstler, deren Werk erst in jüngster Zeit die international verdiente Anerkennung zuteil wird, sind in Deutschland noch immer weitgehend unbekannt.
Die Wiederaufnahme von “Five Sisters” ist ein Projekt von If I Can’t Dance (Amsterdam), MUSAC (Léon), and STUK (Leuven), coproduced by LACMA (Los Angeles), MoMA (New York), Reina Sofia (Madrid), Centre Pompidou (Metz), Kunsthalle Düsseldorf.
Performer: Sanchez, Einat Tuchman, Adva Zakai, Veridiana Zurita. Licht und Sound: Elizabeth Orr.

Gefördert durch: Mondriaan Fund, Culture Programme of the European Union, Estate of Guy de Cointet.
Dank an Eric Orr Estate.

„Variations on Sonakinatography“ werden umgesetzt von Gudrun Lange (Choreographie), Tobias Liebezeit (Schlagzeug)
 
Eine Kooperation des FFT Düsseldorf mit der Kunsthalle Düsseldorf

Kunsthalle Bühne ist ein Kooperationsprojekt der Kunsthalle Düsseldorf mit
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