Finissage „Schaf und Ruder / Wool and Water“
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Kunsthalle Düsseldorf,

noch bis zum 27. November zeigt die Kunsthalle mit „Schaf und Ruder / Wool and Water“ acht künstlerische Positionen, die sich in ihren Arbeiten mit unterschiedlichen Aspekten der Raum- und Bildbeziehungen, mit multiplen Perspektiven und der Frage nach Ur- und Abbildern beschäftigen.

Am 24. November, um 18 Uhr, gibt es nochmals eine Kuratorenführung. Der Eintritt an diesem Tag ist dank der Stadtwerke Düsseldorf von 18 bis 20 Uhr frei.
Zudem laden wir Sie am selben Tag um 20 Uhr letztmalig in die Filmwerkstatt Düsseldorf ein. Dort zeigen wir den Film „Bladerunner“.

Zur Finissage am 27. November ist der Eintritt ab 15 Uhr frei. Anlässlich des Ausstellungsendes gibt es ein Künstlergespräch zwischen Andrea Knobloch, Mischa Kuball und Gregor Jansen. Neben den Themen der Ausstellung wird auch die aktuelle kulturpolitische Lage in Düsseldorf diskutiert. Wir freuen uns, dass deshalb auch Ratsfrau Cornelia Mohrs, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Kunsthalle, an der Diskussion teilnehmen wird.

Außerdem möchten wir Sie noch einmal auf das aktuelle MUR BRUT Projekt der Künstlerin Damaris Kerkhoff im Parkhaus der Kunsthalle hinweisen.

Viel Vergnügen wünscht Ihnen

Ihr Team der Kunsthalle Düsseldorf

P.S.: Heute startet das Approximation Festival in Düsseldorf. Mehr Infos zum Programm gibt es hier.

Kunsthalle Düsseldorf
Schaf und Ruder / Wool and Water
Bis 27. November 2016
 

Astrid Klein
Installationsansicht „Schaf und Ruder / Wool and Water“ Kunsthalle Düsseldorf
Foto: Katja Illner


Mischa Kuball
platon’s mirror, 2011
Installationsansicht Salon of the Museum of Contemporary Art, Belgrad
Foto © Archiv Mischa Kuball, Courtesy Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf/Berlin
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016


Isa Genzken
Fenster, Venloer Straße 21, 1988
Cologne, Galerie Daniel Buchholz
realisiert/nicht installiert
Modell, 2015, Maßstab 1:50
Plastik, Acrylfarbe, Metall, Acrylglas, Holz
176 x 50 x 50 cm
Courtesy Galerie Buchholz, Köln/Berlin/New York
© VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Mit Lili Dujourie, Isa Genzken, Astrid Klein, Mischa Kuball, Aron Mehzion, Reinhard Mucha, Sturtevant, Rosemarie Trockel und Gerhard Richter

Letzte öffentliche Führung:
Sonntag, 27.11., 13.30 Uhr; im Anschluss dialogische Kunstvermittlung von 14.30 bis 17.30 Uhr

Kuratorenführung:
Donnerstag, 24. November, 18 Uhr, mit Gregor Jansen

Finissage:
Sonntag, 27. November, 15 Uhr
Künstlergespräch zur Ausstellung und zur aktuellen Düsseldorfer Kulturpolitik mit Andrea Knobloch, Mischa Kuball und Gregor Jansen

Täglich schauen wir mehrfach intensiv oder flüchtig in Spiegel und denken kaum noch über das Medium und seine faszinierenden Eigenschaften und Anwendungen nach: seitenverkehrt, abbildend, imaginär, raumbildend, reflektierend, transparent, narzisstisch, medizinisch usw. „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll aus dem Jahre 1871 führt uns in das Wunderland, in die faszinierende, surreale Welt der Dopplungen und Spiegelungen. Der Titel der Ausstellung ist dem fünften Kapitel des Buchs entnommen. Vor dem Hintergrund des fiktionalen, imaginären Raums und eintretend in den realen Raum der Kunsthalle, eröffnen sich verschiedene Fragestellungen, die mit unserem Spiegelbild und seinen Interpretationen, letztlich dem Selbst und einem Ich-Bewusstsein zu tun haben. Die Faszination des Selbst im virtuellen Bildraum des Spiegels bildet Spannungszustände des Subjekts und seines Umraums ab. Ausgehend von der Gattung der Skulptur und deren konkreten Materialien spiegeln sich in den Arbeiten der Ausstellung Verhältnisse des Individuums zur Welt und erlauben greifbare Interpretationen.

Fragen nach dem Original werden mit den Kopien der Amerikanerin Elaine Sturtevant thematisiert, ebenso direkt und konzeptuell stellt die Belgierin Lili Dujourie in ihren Arbeiten grundlegende Fragen zur Kunst und deren minimalistischen wie sinnlichen Beziehungen. Genauso radikal kommen eine politische Haltung und ein politischer Raum bei Astrid Klein zum Vorschein: Die Bestimmung des Wertes einer Referenz liegt im subjektiven Empfinden des Betrachters. Hierauf geht auch Rosemarie Trockel in sehr persönlicher als auch humoriger Weise ein. Bei Isa Genzken wird ein „Großes Fenster“ zur wesentlichen Erweiterung, nicht nur von Architektur, sondern von Proportion und gebautem Raum. Das Fenster zur Welt ist auch Spiegelfolie der Welt, wie uns Mischa Kuball mit „platon‘s spiegel“ verdeutlicht. Projektionsflächen, Monitore, Folien und Spiegel sind Metaphern unseres menschlichen Vorstellungsraumes.

Die Frage nach der Materialität von Objekten und ihrer nicht eindeutigen Um-Funktionalisierung spielt bei den Werken Reinhard Muchas als Arbeit und Wirkung eine bedeutende Doppler-Rolle. Arbeit, Geschichte und Bedeutung sind in Materialien und Standorten gespeichert, und der Rahmen und die Umgebung definieren immer auch eine Haltung und Positionierung. Aron Mehzion wiederum führt uns in ein Labyrinth wahrnehmungsphilosophischer Bezüge, in einen unendlichen Denkraum; denn immer komplizierter wird unsere Welt – die Medien, die Wissenschaft, unser Ich. Immer komplexer werden die Aufgaben, immer unübersichtlicher verhakeln sich die Perspektiven in Zeit und Raum. Darüber hinaus beziehen Mehzion und Kuball sich indirekt auf eine zentrale Referenz für diese Ausstellung: den seit 1981 in der Kunsthalle Düsseldorf befindlichen „Spiegel“ des Malers Gerhard Richter.

Die Ausstellung ist eine räumliche Versuchsanordnung vielschichtiger Darstellungsebenen und reflektiert verschiedene Aspekte der Raum- und Bildbeziehung, von multiplen Perspektiven, von Ur- und Abbildern. Sie möchte Fragen danach stellen, was Kunst, Werk, Arbeit, Welt, das Ich und dessen Widerspiegelung als Erkenntnismodelle sein können. In der Verdopplung der Welt hinter dem Spiegel eröffnet sich paradoxerweise ein konkreter Referenzrahmen für unsere Fragen an das Reale und mögliche Formen von Wirklichkeit, die zwischen den Dingen liegt. Neben der generellen Frage nach Sinnlichkeit und Ästhetik steht in der Ausstellung somit ein Ausloten von Erkenntnis, Werten und Korrelationen zentral als Frage und Antwort im Raum.

Die Ausstellung ist eine Produktion der Kunsthalle Düsseldorf, kuratiert von Gregor Jansen.

Kunsthalle Düsseldorf
Filmreihe zur Ausstellung „Schaf und Ruder / Wool and Water“
In der Filmwerkstatt Düsseldorf, Birkenstraße 47, 40233 Düsseldorf
 
Zur Ausstellung „Schaf und Ruder / Wool and Water“ laden wir am kommenden Donnerstag gemeinsam mit der Filmwerkstatt Düsseldorf letztmalig zu unserer Filmreihe in die Filmwerkstatt Düsseldorf ein.

Donnerstag, 24. November, 20 Uhr
Bladerunner
USA 1982 | 117 Min. | R: Ridley Scott
mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young

Vor der Szenerie einer dystopischen Megacity des Jahres 2019 spielt die Geschichte eines Special Detectives, der als Bladerunner, vier geflohene Replikanten, genetisch produzierte Humanoide, ausfindig und unschädlich machen soll. Im Laufe seiner Ermittlungen kommt er ihnen menschlich so nahe, dass die Gefühle, die er für sie hegt, sein eigenes Menschsein spiegeln und in Frage stellen. Erster Film, der das Cyberpunk Genre definiert, nach einer Romanvorlage von Philip K. Dick.

Eintritt 6,- / 4,- € ermäßigt

filmwerkstatt düsseldorf
birkenstr.47
40233 düsseldorf
www.filmwerkstatt-duesseldorf.de

Kunsthalle Düsseldorf
Im Parkhaus der Kunsthalle
MUR BRUT 08: Damaris Kerkhoff
Bis 29. Januar 2017
 

MUR BRUT 08
Damaris Kerkhoff

Für Kunsthalle MUR BRUT eröffnet Damaris Kerkhoff im Parkhaus unter der Kunsthalle anhand eines reduktionistischen Ansatzes Fragen nach den Potentialen und Grenzen eines Bildes in Abhängigkeit von dessen räumlicher und materieller Einbettung.

Was sind die Möglichkeiten eines Bildes? Wie verändert sich seine Wirkung, wenn sich sein Ort, sein Format, seine Materialität verschieben? Am Ursprung steht eine Handy-Aufnahme, schnell und einfach. Ein Ausschnitt aus der Zeit, ein Moment der Intimität – eine Hand, eine Berührung. In verschiedenen Begegnungen mit dem Motiv beginnt die Zeit sich zu verdichten, wird die Abfolge zu einer Überlagerung. Eine Omnipräsenz, die sich doch als je singuläres Moment ereignet. Ein anderer Körper, neue Vorstellungen, neue Berührungen formen sich.

Damaris Kerkhoff studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rosemarie Trockel.
Aktuell ist sie als Stipendiatin auf Schloss Ringenberg.

Parkhaus Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf
Die Ausstellung ist 24 Stunden geöffnet.

Mit freundlicher Unterstützung

 

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211 89 96 243
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Die Kunsthalle Düsseldorf wird gefördert durch

 
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Öffnungszeiten:
Di — So, Feiertage 11 — 18 Uhr
 
Kostenlose Führungen: sonntags, 13.30 Uhr
 
Eintritt: 6 EUR
Ermäßigt: 3 EUR
Gruppen ab 10 Personen: 3 EUR
Schwerbehinderte: frei
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei
 
Am letzten Donnerstag im Monat laden die Stadtwerke Düsseldorf von 18 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt in die Kunsthalle und den Kunstverein ein.
 
Am 2. Sonntag im Monat: Familientag bei freiem Eintritt
 
 
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