Kunsthalle Düsseldorf im Juli/August 2015
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Kunsthalle Düsseldorf,

der Countdown der Ausstellung von Cody Choi läuft. Noch bis zum 2. August zeigen wir mit „Culture Cuts“ die erste weltweite Retrospektive des koreanischen Künstlers, zu der auch ein umfangreicher Katalog erschienen ist.

Am 25. Juli laden wir Sie zur letzten Performance von Marlin de Haan im Rahmen von MUR BRUT 04 ein. Ab 11 Uhr wird die Künstlerin in ihrer Performance „DOWN“ das Parkhaus unter der Kunsthalle noch einmal als urbanen Ort neu ausloten.

Zur Finissage am 2. August ist der Eintritt ab 15 Uhr wieder frei. Sie haben dann Gelegenheit, sich mit unseren Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittlern, die Sie in den Ausstellungräumen erwarten, auszutauschen. Zuvor bieten wir um 13.30 Uhr die letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung an.

Am 21. August laden wir Sie ab 19 Uhr herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Avatar und Atavismus. Outside der Avantgarde“ ein. Gezeigt werden Arbeiten bekannter Künstlerinnen und Künstler, wie Walter Dahn, Siegfried Anzinger, Franz West, Rosemarie Trockel, Günther Förg, Thomas Schütte, Mike Kelley, Louise Bourgeois, Georg Baselitz, Bruce Nauman u.a., mit Arbeiten zwischen Obsession, Narration und Ironie. Dem gegenüber stehen Künstlerinnen und Künstler aus Kunsthaus Kannen Münster, Kunst-Praxis Soest e.V., MALzeitler Duisburg,  ULSS 2 Feltre/Italien; u.a.: Georg Brinkschulte, Karl Burkhard,  Giuseppe Curto, Giorgio Dorigo, Wilma Savio, Alfred Stief.

Eine sonnige Zeit wünscht Ihnen

Ihr Team der Kunsthalle Düsseldorf

P.S.: Die Stadtwerke Düsseldorf laden Sie am Donnerstag, den 30. Juni von 18 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt in die aktuelle Ausstellung ein.

Kunsthalle Düsseldorf
CODY CHOI. Culture Cuts
Noch bis 2. August 2015
 

CODY CHOI. Culture Cuts
Installationsansicht Kunsthalle Düsseldorf
Foto: Katja Illner


Cody Choi
Episteme Sabotage – Corny Island, 2014
Öl auf Leinwand, Stoff, Garn
129,5 x 195,6 cm
Courtesy PKM Gallery
Foto: Katja Illner

Letzte öffentliche Führung: Sonntag, 2. August 2015, 13.30 Uhr

Finissage: Sonntag, 2. August 2015, ab 15 Uhr, Eintritt frei

Mit „Culture Cuts“ widmet die Kunsthalle dem Konzeptkünstler Cody Choi erstmals weltweit eine Retrospektive. Chois Arbeitsweise ist von Zivilisationskritik geprägt, die in vielfältigen Medien wie Malerei, Skulptur, Installation, Tusche, Computermalerei und Neonschriften zu einem Dialog der Kulturen beiträgt.

Aufgewachsen in Seoul, muss die Familie 1983 aus Südkorea in die USA fliehen. Cody Choi zieht nach einem kurzen Studium der Soziologie in Seoul nach Los Angeles und beginnt 1985, Kunst zu studieren. Dort freundet er sich mit seinem Mentor, dem Künstler Mike Kelley an, der sein Interesse für postkoloniale Theorien und die Differenz der Kulturen weckt. Beide verbindet das Thema kollektiver Ängste und Begehren, zumeist aus religiösen, sozialen oder sexuellen Prägungen ableitbar. Es entstehen die ersten körperbezogenen Skulpturen und Konzept-Arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Identität in einer fremden Kultur.

Seit 2003 lebt Cody Choi wieder in Seoul, wo er als Professor lehrt. Als „Asiate" in den USA und als „Amerikaner“ zurück in seiner Heimat behandeln seine Arbeiten vielfältige Problemfelder kultureller Sozialisation und Assimilation. Der Künstler thematisiert die medial und kulturell produzierten Konflikte zwischen Ost und West sowie die seiner Meinung nach schonungslose Verwestlichung Asiens.

Zur ersten Retrospektive von Cody Choi ist ein umfassender Katalog erschienen mit einem Beileger in deutscher Sprache. Die Publikation ist in der Kunsthalle oder online erhältlich. Preis: 20 Euro

Die Ausstellung wird unterstützt durch
   

Kunsthalle Düsseldorf
MUR BRUT 04
Marlin de Haan – IN OUT UP DOWN

 

Marlin de Haan, UP
26. Juni 2015, Parkhaus Kunsthalle Düsseldorf
Foto: Gregor Herse
Performance: „DOWN“, Samstag, 25. Juli 2015, ab 11 Uhr im Parkhaus

Im Parkhaus unter den Räumen der Kunsthalle kreuzen sich die Wege von Büroangestellten, Opern- und Museumsbesuchern, Kom(m)ödchen-Publikum, Altstadtgästen und Touristen. Die Künstlerin Marlin de Haan nutzt diesen urbanen Raum als performative Plattform. Sie versucht eine Antistruktur in bestehenden, vertrauten Systemen und positioniert sich und ihre Arbeit in alltäglichen Zusammenhängen. In vier Episoden – IN, OUT, UP und DOWN – lässt sie sich performativ auf das Geschehen ein und lotet so das künstlerische Potential dieses zentralen Ortes aus.

Marlin de Haan arbeitet als freischaffende Regisseurin und Künstlerin. Sie studierte Bildhauerei bei Rosemarie Trockel und inszeniert regelmäßig am FFT Düsseldorf.

Parkhaus Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf

Kuratiert von Irina Raskin

Die Ausstellung ist 24 Stunden geöffnet.

Mit freundlicher Unterstützung

Kunsthalle Düsseldorf
Avatar und Atavismus. Outside der Avantgarde
22. August – 8. November 2015
 

Einladung zum Download


Louise Bourgeois
Femme, 2005
Ursula Hauser Collection, Schweiz
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015


Günther Förg
Maske, 1990
Foto: Wolfgang Günzel
© Estate of Günther Förg
Courtesy Privatsammlung

Eröffnung: Freitag, 21. August 2015, ab 19 Uhr

Es sprechen
Gregor Jansen (Direktor Kunsthalle Düsseldorf)
Barbara Könches (Kunststiftung NRW)
Veit Loers und Pia Witzmann (Kuratoren der Ausstellung)

Performance: Michael Fliri „Trapped in limbo“

Die Ausstellung macht ein Phänomen sichtbar, das im überraschenden Auftauchen von Köpfen, Händen und anderen Körperteilen einen archetypischen Anker in die Kunst der 1980er Jahre setzt. Namhafte Vertreter westlicher Kunst begehren auf gegen die Errungenschaften der Moderne – Abstraktion und Konzeptualität. Seit der Transavantgarde um 1980 sind animistische Momente im Spiel, die sich im „zerstückelten Körper“ (Jacques Lacan), dem Tier als Alter Ego und anderen Chiffren des „Wilden Denkens“ (Claude Lévi-Strauss) äußern. Die enge Bindung an Outsider-Kunst ist dabei nicht zu übersehen. Das Phänomen lässt sich bis heute verfolgen, auch wenn es oft anders interpretiert wurde.

Die Ausstellung zeigt bekannte Künstlerinnen und Künstler mit Arbeiten zwischen Obsession, Narration und Ironie, wie sie seit der postmodernen Wende nach 1978 möglich geworden sind. Es beginnt mit Walter Dahn, Martin Disler und Jiří Georg Dokoupil. Im folgenden Jahrzehnt lassen sich wie eine animistische Kette Positionen von Franz West, Rosemarie Trockel, Günther Förg, Thomas Schütte und Mike Kelley ausmachen. Vorgänger sind Louise Bourgeois und Maria Lassnig, Georg Baselitz und Bruce Nauman. Avatare jüngerer Künstler stammen u.a. von Sarah Lucas, Dana Schutz, Kai Althoff, Thomas Zipp, André Butzer, Andy Hope 1930, John Bock, Tal R, Jonathan Meese oder Eva Kot’átková.

Den Eingang und Zugang zu diesen gut dreißig Jahren Körper-Piktogrammen bilden Konvolute von gegenwärtiger Outsider-Kunst, meist aus dem klinischen Bereich.

Kuratiert wird die Ausstellung von Veit Loers mit Gregor Jansen und Pia Witzmann.

Die Ausstellung wird gefördert durch
 

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
D-40213 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211 89 96 243
Fax: +49 (0)211 89 29 168
mail@kunsthalle-duesseldorf.de
www.kunsthalle-duesseldorf.de
 
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Die Kunsthalle Düsseldorf wird gefördert durch

 
Ständige Partner der Kunsthalle Düsseldorf
 
Öffnungszeiten:
Di — So, Feiertage 11 — 18 Uhr
 
Kostenlose Führungen: sonntags, 13.30 Uhr
 
Eintritt: 6 EUR
Ermäßigt: 3 EUR
Gruppen ab 10 Personen: 3 EUR
Schwerbehinderte: frei
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei
 
Jeden letzten Donnerstag im Monat laden die Stadtwerke Düsseldorf von 18 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt in die Kunsthalle und den Kunstverein ein.
 
Jeden 2. Sonntag im Monat: Familientag bei freiem Eintritt
 
 
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