
Mélia Roger
Sonic Topologies
Foto: Johannes Berger
Tini Aliman / Soya Arakawa / Natasha Barrett / Alessandra Eramo / Oliver Gather / Hanne Lippard / Mélia Roger / Miki Yui
The Forest as Echo verbindet Musik, Klangkunst und Performance mit unmittelbarer Naturerfahrung. In der historischen Brunnenanlage des Jan-Wellem Brunnens und dem angrenzenden Weyhe-Park im Grafenberger Wald realisiert die Kunsthalle Düsseldorf in Kooperation mit dem Förderkreis Jan-Wellem-Brunnen e. V. ein Programm, das den Wald als akustischen und sozialen Resonanzraum erfahrbar macht.
Im Mittelpunkt steht die Umgebung rund um die Anlage. Über drei Tage hinweg wird sie durch Konzerte, Performances, Sound-Interventionen und geführte Forest Walks aktiviert, die auf die spezifische Atmosphäre, Akustik und Topografie des Waldes reagieren. Die künstlerischen Beiträge reflektieren das Verhältnis von Klang und Raum, Wahrnehmung und Bewegung. Naturprozesse und künstlerische Praxis werden so miteinander verwoben.
Das Echo wird hier als vielschichtiges Motiv verstanden: als physikalisches Phänomen, als poetisches Bild und als soziales Prinzip. Klang wird dabei nicht als isoliertes Ereignis gedacht, sondern als etwas, das widerhallt, sich ausbreitet und Resonanzen erzeugt. In diesem Sinne erscheint der Wald nicht nur als Kulisse, vielmehr wird er selbst zum aktiven Klangkörper und Mitspieler.
The Forest as Echo lädt dazu ein, die Wahrnehmung zu öffnen, der Umgebung zuzuhören und das Zusammenspiel zwischen Natur, Sound und Gemeinschaft zu erfahren.
Ein Projekt im Rahmen der Projektreihe Kunsthalle unterwegs.
Jan-Wellem-Brunnen
Ernst-Poensgen-Allee
40629, Düsseldorf
Der Jan-Wellem-Brunnen befindet sich hier.
Wegbeschreibung:
Um vom Hauptbahnhof Düsseldorf zum Jan-Wellem-Brunnen zu kommen, muss man erst zur Haltestelle Heinrich-Heine-Allee fahren, um von dort aus umzusteigen. Zur Heinrich-Heine-Allee kommt man mit der U75, U76, U77, U78 und U79. Von dort aus kann man entweder mit der U83 Richtung Gerresheim, Krankenhaus oder der U73 Richtung Gerresheim S, jeweils bis zur Station Staufenplatz, fahren. Von dort folgt man leicht rechts der Ludenberger Straße auf der linken Straßenseite. Hinter dem Parkplatz links in die Ernst-Poensgen-Allee einbiegen, dann ist der Brunnen rechterhand. Der Fußweg dauert etwa 6 min.
The Forest as Echo lädt ein zu einem spannenden Programm mit Performances und Workshops.
19 – 19.45 Uhr
Soya Arakawa
Erwärmte Tonkörper
Jan-Wellem-BrunnenFür die ortsspezifische Performance Erwärmte Tonkörper hat Soya Arakawa ein Instrument gebaut, das auf Wassertemperatur reagiert. Die Performance untersucht, wie sinnliche Wahrnehmung und körperliches Empfinden miteinander verschmelzen. Im Zentrum steht die Temperatur als unmittelbare Erfahrung: Kälte etwa wird nicht nur wahrgenommen, sondern prägt den Körper von Performer*in und Publikum gleichermaßen. Der Aufführungsort wird so zum aktiven Element, das Atmosphäre, Wahrnehmung und Inhalt der Arbeit mitbestimmt.
20 – 20.30 Uhr
Hanne Lippard
Stream
Jan-Wellem-BrunnenIn ihrer Performance Stream befasst sich Hanne Lippard mit dem ständigen und bisweilen erschöpfenden Strom der Sprache, der sowohl durch das Äußere als auch durch das Innere unseres Körpers und unseres Geistes fließt. Sie fragt, wie sich diese Aspekte sowohl in Bezug auf verbale Dialoge als auch auf Interaktionen überschneiden und gegenseitig beeinflussen.
19 – 19.45 Uhr
Mélia Roger
Intangible Otherness
Jan-Wellem-BrunnenMit der ortsspezifischen Performance Intangible Otherness lädt Mélia Roger zu einer geführten Meditation ein. Mit an ihren Händen befestigten Mikrofonen erforscht sie die Beziehung zwischen Körper und Umgebung. Über Kopfhörer lässt sie das Publikum an der Erkundung von Texturen teilhaben und fordert dessen audiovisuelle Wahrnehmung heraus. Sie erfühlt, berührt und streicht über unterschiedliche Oberflächen und hört aufmerksam den Klängen zu, die die Berührungen erzeugen.
20 – 20.30 Uhr
Alessandra Eramo
Watertongue
Schöne AussichtMit der ortsspezifischen Performance Watertongue erforscht Alessandra Eramo die tiefe Verbindung zwischen Stimme und Umwelt und tritt dabei in einen Dialog mit dem „ökologischen Gedächtnis“ einer sich stetig verändernden Landschaft. Durch mimetischen Gesang, Wasserklänge, rituelle Gesten und erzählerische Elemente verbindet sich die Stimme mit ihrer Umgebung. Die Performance eröffnet einen Wahrnehmungsraum, in dem Atem, Geräusche, fragmentarische Melodien, erfundene Sprachen sowie reale und imaginäre Wassergeräusche ineinander übergehen.
21 – 21.45 Uhr
Miki Yui
Inner Forest
Schöne AussichtMiki Yui lädt mit Inner Forest zu einer Hörsession im Wald ein. Die Hörsession beginnt mit einfachen Übungen, um unsere Sinne für die Umgebung zu öffnen. Begleitet von abstrakten Klängen, die Miki Yui mit dem Wald erklingen lässt, lauschen wir den verschiedenen Klangschichten und dem Raum, den unsere akustische Wahrnehmung in unserer Vorstellungskraft erschafft. Am Waldrand entdecken wir die Membran, die zwischen unserer inneren und äußeren Klanglandschaft in Resonanz tritt.
14 – 15.30 Uhr
Field Recording Workshop mit Henry Brandstetter
Catching Echos
10 – 13 Jahre
Schöne AussichtENTFÄLLT
Gemeinsam werden wir in die Klangwelt des Waldes eintauchen und uns mit den Grundlagen des Field Recordings beschäftigen. Dabei lernst du verschiedene Tools und Techniken kennen, um Geräusche und Atmosphären einzufangen. Du bekommst die Möglichkeit, selbstständig auf Klangsuche zu gehen und deine Aufnahmen nach dem Workshop mit nach Hause zu nehmen.
Keine Vorerfahrung oder eigenes technisches Equipment notwendig.Anmeldung unter bildung@kunsthalle-duesseldorf.de
16 – 17. 30 Uhr
Field Recording Workshop mit Henry Brandstetter
Catching Echos
ab 16 Jahre
Schöne AussichtENTFÄLLT
Gemeinsam werden wir in die Klangwelt des Waldes eintauchen und uns mit den Grundlagen des Field Recordings beschäftigen. Dabei lernst du verschiedene Tools und Techniken kennen, um Geräusche und Atmosphären einzufangen. Du bekommst die Möglichkeit, selbstständig auf Klangsuche zu gehen und deine Aufnahmen nach dem Workshop mit nach Hause zu nehmen.
Keine Vorerfahrung oder eigenes technisches Equipment notwendig.Anmeldung unter bildung@kunsthalle-duesseldorf.de
17 – 17.45 Uhr
Mélia Roger
Intangible Otherness
Jan-Wellem-BrunnenMit der ortsspezifischen Performance Intangible Otherness lädt Mélia Roger zu einer geführten Meditation ein. Mit an ihren Händen befestigten Mikrofonen erforscht sie die Beziehung zwischen Körper und Umgebung. Über Kopfhörer lässt sie das Publikum an der Erkundung von Texturen teilhaben und fordert dessen audiovisuelle Wahrnehmung heraus. Sie erfühlt, berührt und streicht über unterschiedliche Oberflächen und hört aufmerksam den Klängen zu, die die Berührungen erzeugen.
18 – 18.45 Uhr
Oliver Gather
Tempus Fugit
Weyhe ParkDie Soundarbeit Tempus Fugit ist ein Zusammenschnitt von Verkehrsstaumeldungen im Radio, in denen statt Kilometerlänge der Zeitverlust angegeben wurde. Oliver Gather hat mehrere Monate der Angaben der „verlorenen“ Zeit aus den Staunachrichten gesammelt, beginnend mit einem Zeitverlust von etwa zehn Minuten bis hin zu mehreren Stunden verlorener Zeit. Er lädt ein, dem eigenwilligen Rhythmus der dahinfließenden Zeit gemeinsam zuzuhören.
19.30 – 20 Uhr
Tini Aliman
A Solstice Score: Approaching Dusk Chorus at 51.2452° N, 6.8313° E
Schöne AussichtTini Alimans improvisiertes Arrangement nutzt den Wald als aktives Feld aus Signalen, Resonanzen und zeitlichen Übergängen durch das die Natur zur aktiven Mitspielerin in der Komposition wird. In der Performance rücken die Akustik des Unterholzes, der Kronenschluss und die Beziehung zu den inneren Strukturen des Waldes in den Vordergrund. Die daraus resultierende Komposition entsteht im Zusammenspiel zwischen der Künstlerin, der Instrumentierung, den nichtmenschlichen Signalen des Waldes sowie der zeitlichen Einzigartigkeit der Sommersonnenwende.
14 – 15.30 Uhr
Field Recording Workshop mit Henry Brandstetter
Catching Echos
10 – 13 Jahre
Schöne AussichtENTFÄLLT
Gemeinsam werden wir in die Klangwelt des Waldes eintauchen und uns mit den Grundlagen des Field Recordings beschäftigen. Dabei lernst du verschiedene Tools und Techniken kennen, um Geräusche und Atmosphären einzufangen. Du bekommst die Möglichkeit, selbstständig auf Klangsuche zu gehen und deine Aufnahmen nach dem Workshop mit nach Hause zu nehmen.
Keine Vorerfahrung oder eigenes technisches Equipment notwendig.Anmeldung unter bildung@kunsthalle-duesseldorf.de
16 – 17. 30 Uhr
Field Recording Workshop mit Henry Brandstetter
Catching Echos
ab 16 Jahre
Schöne AussichtGemeinsam werden wir in die Klangwelt des Waldes eintauchen und uns mit den Grundlagen des Field Recordings beschäftigen. Dabei lernst du verschiedene Tools und Techniken kennen, um Geräusche und Atmosphären einzufangen. Du bekommst die Möglichkeit, selbstständig auf Klangsuche zu gehen und deine Aufnahmen nach dem Workshop mit nach Hause zu nehmen.
Keine Vorerfahrung oder eigenes technisches Equipment notwendig.Anmeldung unter bildung@kunsthalle-duesseldorf.de
Teilnehmende Künstler*innen

Mélia Roger
Sonic Topologies
Foto: Johannes Berger

Oliver Gather,
Tempus Fugit
Museum Insel Hombroich, 2024
Foto: Christian Ahlborn

Oliver Gather
Tempus Fugit
Resttraumspaziergang Wuppertal, 2024
Foto: Christian Ahlborn

Miki Yui
Foto: Sabrina Caramanico
Courtesy of Pollinaria

Miki Yui
Foto: Justyna Feicht

Hanne Lippard
Ruin, Chiesa Diruta, Grottole, Basilicata
Boccata d’Arte 2021 in Zusammenarbeit mit Fondazione Elpis
Foto: Michele Battilomo

Hanne Lippard
Performance, What Works Works, Palais de la découverte, FIAC Performance Program, A proposal by Disappearing Music, Paris, 2019
Foto: Léonard Mechineau

Soya Arakawa
Erwärmter Tonkörper

Soya Arakawa
Foto: Cheyenne Än Oswald

Natasha Barrett
Foto: Eivind Lauritzen, 2025
Galleri F

Natasha Barrett
Foto: Jan Erik Breimo

Alessandra Eramo
Foto: Camille Blake

Alessandra Eramo
Watertongue
Performance Floating Berlin
Foto: Johanna Elsen

Foto: Tini Aliman

Foto: Tini Aliman


