Kunsthalle unterwegs: The Forest as Echo
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Mélia Roger
Sonic Topologies
Foto: Johannes Berger
Soya Arakawa / Natasha Barrett / Oliver Gather / Hanne Lippard / Mélia Roger / Miki Yui
The Forest as Echo verbindet Musik, Klangkunst und Performance mit unmittelbarer Naturerfahrung. In der historischen Brunnenanlage des Jan-Wellem Brunnens und dem angrenzenden Weyhe-Park im Grafenberger Wald realisiert die Kunsthalle Düsseldorf in Kooperation mit dem Förderkreis Jan-Wellem-Brunnen e. V. ein Programm, das den Wald als akustischen und sozialen Resonanzraum erfahrbar macht.
Im Mittelpunkt steht die Umgebung rund um die Anlage. Über drei Tage hinweg wird sie durch Konzerte, Performances, Sound-Interventionen und geführte Forest Walks aktiviert, die auf die spezifische Atmosphäre, Akustik und Topografie des Waldes reagieren. Die künstlerischen Beiträge reflektieren das Verhältnis von Klang und Raum, Wahrnehmung und Bewegung. Naturprozesse und künstlerische Praxis werden so miteinander verwoben.
Das Echo wird hier als vielschichtiges Motiv verstanden: als physikalisches Phänomen, als poetisches Bild und als soziales Prinzip. Klang wird dabei nicht als isoliertes Ereignis gedacht, sondern als etwas, das widerhallt, sich ausbreitet und Resonanzen erzeugt. In diesem Sinne erscheint der Wald nicht nur als Kulisse, vielmehr wird er selbst zum aktiven Klangkörper und Mitspieler.
The Forest as Echo lädt dazu ein, die Wahrnehmung zu öffnen, der Umgebung zuzuhören und das Zusammenspiel zwischen Natur, Sound und Gemeinschaft zu erfahren.
Ein Projekt im Rahmen der Projektreihe Kunsthalle unterwegs.
Bilder

Soya Arakawa
Erwärmter Tonkörper

Oliver Gather,
Tempus Fugit
Museum Insel Hombroich, 2024
Foto: Christian Ahlborn

Natasha Barrett
Foto: Eivind Lauritzen, 2025
Galleri F

Miki Yui
Foto: Sabrina Caramanico
Courtesy of Pollinaria