Kunsthalle unterwegs: Antonia Alessia Virginia Beeskow. Tsukumogami
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© Antonia Alessia Virginia Beeskow
Im Rahmen der Projektreihe Kunsthalle unterwegs ist die Kunsthalle Düsseldorf im September 2026 mit einem Projekt der Künstlerin Antonia Alessia Virginia Beeskow zu Gast beim Raketenfestival auf der Raketenstation Hombroich.
Tsukumogami beschwört einen dröhnenden Klang aus der generierten Bewegung von akustischen Messdaten eines Spektrogramms. Diese zeigen die Frequenz eines Geräusches im Verhältnis zu Zeit an, sodass schraffierte Kurven und Linien entstehen. Diese Klangzeichnungen nutzt Beeskow als elektrische Impulse, um die Saiten einer Konzertzither anzuspielen, die im Zentrum der Arbeit steht. Dabei scheint das Instrument für sich selbst zu spielen und verweist auf die Vorstellung, ein Geist sei im Raum.
Die Idee beseelter Dinge findet sich unter anderem in der Folklore Japans wieder, auf die der Titel referenziert. Tsukumogami sind vergessene Gegenstände, die als Yōkai (ja, Geister) zum Leben erwachen und durch ihr Heimsuchen auf ein nostalgisches Verlangen verweisen. Gleichzeitig spiegelt sich der Glaube an das animated object in der Suche nach künstlich generierter Kunstproduktion durch prozessierte Stimmen, Klang und Bilder, welche Geschwindigkeit und Effizienz, enhanced workflows und die Demokratisierung von Kunst propagieren. Beeskow nimmt diese Fäden auf und fügt sie in der Klangkomposition für ein vergessenes Saiteninstrument zusammen.
Das Raketenfestival findet am 13. September 2026 zum dritten Mal auf der Raketenstation Hombroich in Neuss statt. Veranstalter ist die Stiftung Insel Hombroich, kuratiert wird das Festival von der Künstlerin Miki Yui und dem Musiker Stefan Schneider. Aktuelle Formen von Klangkunst, experimenteller, elektronischer und improvisierter Musik verbinden sich hier mit Natur und Architektur zu einem ganzheitlichen sinnlichen Erlebnis.
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