KUNSTHALLE seitenlichtsaal
Koo Jeong A
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Koo Jeong A
Untitled, 2012
Wasserzeichen
Foto: Koo Jeong A
Koo Jeong A wurde 1967 in Seoul geboren. Sie arbeitet im schwer fassbaren Feld ephemerer Rauminstallationen und einer scheinbar verzauberten minimalistischen Alltagsästhetik. In Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und vor allem räumlichen Interventionen verwendet sie meist kaum veränderte, dem Alltag entnommene Dinge. Gewöhnliches ordnet sie so präzise im Raum an, dass sich neue Perspektiven auf die banalen Objekte ergeben; aus den zusammengesetzten Einzelteilen entstehen Figuren und Raumgefüge mit eigener Bildsprache.
Der Ausstellungstitel „16:07” bleibt bewusst offen – eine Zeiteinstellung, ein Datum, ein Punktestand, eine Maßeinheit: ein bestimmter Moment, unbestimmt in der Zeit. Die Künstlerin spricht davon, dass die Zahlenkombination für einen Moment oder eine Zeitspanne stehen kann; ihr geht es um einen „extended moment”, den Besucherinnen und Besucher erfahren, während sie den Raum durchwandern und erforschen. Der Raum wirkt zunächst leer und unaufgeräumt: Aquarell-Zeichnungen an der Wand, zusammengerollte Handtücher, kleine Hügel aus pulverisiertem japanischem Gestein, Papierkügelchen und zusammengedrücktes Klebeband. Erst auf den zweiten Blick zeigen sich weitere Details, etwa aneinandergereihte Zigaretten vor den Fensterrahmen oder eine feine Zeichnung, die je nach Lichteinfall sichtbar oder unsichtbar wird.
Wie in der begleitenden Künstlerpublikation entsteht Sichtbarkeit auch hier erst durch die individuelle Suche nach dem Sein und der Zeit.
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