KUNSTHALLE seitenlichtsaal
raumproduktion
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Juul Hondius
Busfront, 2006, 124 × 163 cm
Mit der Ausstellung raumproduktion startet die Kunsthalle Düsseldorf im Seitenlichtsaal eine neue Serie von Ausstellungen und Interventionen. Thema des ersten Jahres ist Raum in seinen vielfältigen Ausprägungen. Zum Auftakt wurde Matthias Böttger eingeladen, eine Übersicht zu den aktuellen Produktionsbedingungen von Raum zu konzipieren. Mit seinem Büro raumtaktik – office from a better future sucht Böttger nach den sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Parametern alltäglicher Raumproduktion, mit Themen wie Globalisierung, Migration, Ressourcenverknappung, ökonomischer Transformation und Privatisierung. Ausgehend davon entwickelt raumtaktik zusammen mit Künstler*innen, Grafiker*innen, Ökonom*innen und Geograf*innen mögliche Zukünfte und Handlungsoptionen.
Die Architekten Julian Schubert, Elena Schütz und Leonard Streich von Something Fantastic haben den Seitenlichtsaal mit Fäden zerteilt und so die räumliche Erfahrbarkeit und Perspektive verändert – ein nur durch dünne, farbige Hilfslinien angedeutetes Raumpotential, das zwischen grafischer Illustration und sinnlicher Erfahrung oszilliert.
In den so entstandenen Räumen zeigt die Ausstellung Arbeiten von neun Künstler*innen: Larissa Fassler, Julika Gittner, Juul Hondius, Ingrid Hora, Jennifer Morone, Michl Schmidt, Alex Schweder, Peter Wendl und Matthias Böttger selbst – von psychogeografischen Modellen über temporäre öffentliche Skulpturen bis zu Architekturzeichnungen und dokumentarisch anmutenden Fotografien, die sich mit Raumerfahrung, Vergänglichkeit und den Bedingungen unserer gebauten Umwelt auseinandersetzen.
Hier geht es zum Katalog der Ausstellung.