Sheila Hicks

Sheila Hicks
Migdalor Magasin III, 2018
Foto: Noam Preisman

Eröffnung Kunsthalle Düsseldorf: 12. Oktober 2024
Eröffnung Josef Albers Museum Quadrat Bottrop: 13. Oktober 2024

In einer Kooperation zwischen dem Josef Albers Museum Quadrat Bottrop und der Kunsthalle Düsseldorf wird im Herbst 2024 das Werk einer der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart städteübergreifend in der Region und erstmalig umfassend in Deutschland präsentiert. Das gesamte Schaffen der dann neunzigjährigen Sheila Hicks (* 1934) wird mit unterschiedlichen Schwerpunkten vorgestellt. Während das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop einen Überblick über sieben Jahrzehnte des künstlerischen Schaffens der Albers-Schülerin vorstellt, widmet sich die Kunsthalle Düsseldorf vorrangig den großformatigen zeitgenössischen Installationen von Sheila Hicks.

Neben den Kunstwerken werden in den Ausstellungen Materialien aus dem Archiv der Künstlerin gezeigt, die die Arbeiten kontextualisieren und tiefe Einblicke in das Leben und Werk von Sheila Hicks ermöglichen: Fotografien, Schriften, Skizzen, Bücher und Zeitschriften sowie Korrespondenz.
Der Bezug zur lokalen und regionalen Textilindustrie im Rheinland und Ruhrgebiet wird ebenfalls aufgegriffen, historischer Hintergrund ist dabei vor allem die Samt- und Seidenproduktion in Krefeld, Köln, Mönchengladbach und Wuppertal, die von weltweiter Bedeutung war.

Die Gewebe und Installationen der Künstlerin entziehen sich traditionellen Vorstellungen von Textilkunst. Hicks erweitert die Sprache der Skulptur, der Malerei sowie des Environments durch neue Formen und Dimensionen. Inspiriert von den Konzepten der Wiener Werkstätte und des Bauhauses löst sie die Grenzen von Medium und Material auf und setzt die historischen Techniken des Knüpfens und Webens ein, um ein Bewusstsein für die kleinen Abweichungen im Muster herzustellen, die das Leben interessant machen.

Die Ausstellung im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop wird kuratiert von Linda Walther und Monja Droßmann und in der Kunsthalle Düsseldorf von Gregor Jansen und Alicia Holthausen; beide Ausstellungen entstehen in einem engen Dialog zwischen den Institutionen und mit der Künstlerin.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet. Zur Ausstellung soll die erste umfassende Publikation über Sheila Hicks in deutscher Sprache erscheinen.