Chris Martin
Staring into the Sun
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Plakat der Ausstellung 'Chris Martin – Staring into the Sun', bemalte Paneele vor Skyline.

Plakat, Chris Martin – Staring into the Sun
Kunsthalle Düsseldorf, 2011

Die Kunsthalle richtet dem US-amerikanischen Maler Chris Martin (geb. 1954, Washington D.C.) die erste institutionelle Einzelausstellung außerhalb der USA aus. Seit Mitte der 1990er Jahre erweist Martin geschätzten und verehrten Künstlerkolleginnen und -kollegen aus Malerei und Musik immer wieder seine Reverenz, manchmal – wie bei Michael Jackson, James Brown oder Frank Moore – anlässlich ihres Todes. Solche Widmungen stellen Martins großflächige Kompositionen auf das Fundament eines sozialen Bezugsrahmens und brechen zugleich mit jedem Reinheitsgebot der Farbfeldmalerei und der monochromen Malerei: Namen stehen sperrig und rau im Bildraum, gleich neben eingeklebten Geldstücken, Schallplatten, Bananenschalen und Zeitungsartikeln. Trotz der ruppigen, profanen Bildoberflächen knüpft Martins Werk seit über 30 Jahren an Traditionslinien der spirituellen Abstraktion an, für die New York, wo Martin seit 1975 lebt, Schmelztiegel war.

Die Ausstellung konzentriert sich insbesondere auf das nie zuvor in solchem Umfang gezeigte Frühwerk, darunter die Black Paintings – schwarze Monochrome, auf denen wenige weiße Linien die Illusion eines Raumes andeuten. Parallel dazu zeigt die Ausstellung kleine, farbige Leinwände, die auf christliche Mystik, anthroposophische Symbole sowie die Spiritual Landscapes der nordamerikanischen Romantik zurückgreifen. Das für Düsseldorf entstandene, dreiteilige Gemälde Staring into the Sun erstreckt sich von der Wand auf den Boden und offenbart Martins Begeisterung für Größe und Größenverhältnisse in Bezug auf den menschlichen Körper. Auch die Ausstellung selbst dehnt sich auf den Außenraum aus.

Hier geht es zum Katalog der Ausstellung.